Ein Leben für Recht, Arbeit und Geschichte

Ehemaliger Maxhütten-Arbeitsdirektor Manfred Leiss"Bergbau, Maxhütte, Sozialgeschichte"
Ehemaliger Maxhütten-Arbeitsdirektor Manfred LeissManfred Leiss (*1929)
Bergbau, Maxhütte, Sozialgeschichte
Unser Mitautor Manfred Leiss verlässt uns aus gesundheitlichen Gründen – leider in Richtung Seniorenheim.
Mit ihm verlieren wir einen profilierten Arbeitsrechtler, sozial engagierten Maxhüttendirektor und Unterstützer der Kulturarbeit unserer Stadt.
Leiss war ab Juli 1979 Vorstandsmitglied und vorletzter Arbeitsdirektor der Maxhütte. In dieser Position hat er ab Juli 1990 die Restabwicklung des Konkursverfahrens der Maxhütte betreut. Für die Arbeitnehmer war seine wichtigste Tätigkeit das Aushandeln eines Sozialplans mit einer Abfindungsquote von 85 %. Von Juli 1995 bis 2009 war er als Beauftragter des Liquidators zuständig für die Liquidationsabwicklung der Maxhütte i. L.
In dieser Funktion sorgte er dafür, dass wichtige Akten der liquidierten Maxhütte in die zuständigen Archive kamen, einschließlich einer MH-Dokumentation.
Leiss lagen die Bergbautradition und das Montanwesen in Sulzbach-Rosenberg sehr am Herzen. Noch im letzten Jahr nahm er an der Barbarafeier teil. Der Bergknappenverein ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Leiss engagierte sich aber auch im Gemeinwesen unserer Stadt, so im Aktionsbündnis gegen Armut, der Volkshochschule und dem Stadtmuseum.
Seine Leidenschaft war die Geschichte. Er sammelte, was für die Geschichte der Maxhütte von Bedeutung war, und gab sein Wissen weiter.
Auf unserer Seite veröffentlichte er Texte zu Maxhütte und Bergbau. Die Liste seiner Veröffentlichungen in unterschiedlichen Publikationen ist lang. Als Mitautor haben wir Manfred Leiss sehr geschätzt, weil er sich – stets engagiert – aus der Innensicht zur Geschichte der Maxhütte äußern konnte.
Wir sagen Manfred Leiss danke für die fruchtbare Zusammenarbeit und wünschen ihm für seinen neuen Lebensabschnitt vor allem Gesundheit und alles Gute.
©Helmut Heinl