Direkt zum Seiteninhalt

Werkzeugbeschaffung - Bergbau in Sulzbach-Rosenberg

Menü überspringen
Menü überspringen
Maxhüttn-Logik: Werkzeugbeschaffung auf Bayerisch
Menü überspringen
Helmut Heinl Autorenseite
"Leben in der Bergmannssiedlung"
Werkzeugbeschaffung

„Wea aaf da Maxhüttn oarwat und kio gscheits Werkzeich dahoim hout, macht wos falsch“

So wurde es mir erzählt, denn ich selbst habe „af da Hittn“ nie gearbeitet. Aber es gibt schöne Geschichten dazu.

Der Schore fuhr mit seinem Kombi auf den Parkplatz, hob den alten Schubkarren aus dem Kofferraum und ging zum Pförtner. „Hawadeere, ich nimm mein Schubkaan mit eine, waal ich naoch da Schicht  a alt´s Ölfoß mitnimm“.

„Ja passt, owa Du brauchst an Zettl!“ „Guat“ und der Schore ging weiter. Nach der Schicht kam er mit dem alten Ölfass wieder zum Pförtner. „Haoust an Zettl?“ fragte der. „Na, howe vergessn“, meinte der Arbeiter. „Ja, Mannerl so gait des niat! Ich ho da gsagt, Du moust da an Zettl schreibm laoua, von Moista“.

Der Schore drehte wortlos um und ging ins Werk zurück. Nach 5 Minuten stand er mit dem Zettel und dem Ölfass auf der Schubkarre wieder vor dem Pförtner. Der nickte zufrieden: „Ja, warum niat glei so. Geih weida“.

Daraufhin hob der der Schore seine neue Schubkarre mit dem alten Ölfassl an und ging zu seinem Kombi.
 
© Helmut Heinl 2026
Zurück zum Seiteninhalt