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Bergbau-Schaustollen "Max" - Bergbau in Sulzbach-Rosenberg

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Bergbau in Sulzbach-Rosenberg
Bergbau-Schaustollen Max

Schon vor über zweitausend Jahren wurde im ostbayrischen Raum Eisen erschmolzen, sehr wahrscheinlich auch im Sulzbacher Gebiet. Dokumentarisch ist die Gewinnung und Verhüttung von Erzen 1305 nachgewiesen, als den Sulzbachern von den Bayerischen Herzögen Rudolf und Ludwig bereits vorhandene Bergbauprivilegien bestätigt worden waren. Die Geschichte des Bergbaus war über viele Jahre hinweg im Bergbau Schaustollen Max mit zahlreichen Exponaten und durch fachkundige Führer anschaulich vermittelt worden.
Auf dem Gelände der Flick-Villa (früher Wohnsitz des Großindustriellen Friedrich Flick), ist ein Stollen in den Malmkalk aufgefahren. Dieser Stollen hatte zwar nichts mit dem eigentlichen Bergbau zu tun, sondern wurde von Bergleuten als Luftschutzstollen angelegt. Dennoch vermittelte er einen authentischen Eindruck davon, wie es in den Strecken der hiesigen Gruben ausgesehen haben mochte, deren Betrieb am 31. März 1977 geendet hatte. Ausgestelltes Gezähe, also das Werkzeug der Bergleute, gab eindrucksvoll Einblick in den harten Berufsalltag des Bergmanns.

Besucher konnten hier die Bergbaugeschichte von Sulzbach-Rosenberg erleben und erfahren, wie die Bergleute unter Tage gearbeitet hatten. Es waren etwa einstündige Führungen durch den Bergbau Schaustollen angeboten worden. Dabei ging es nicht tief in den Berg hinein, sondern lediglich wenige Stufen nach unten und anschließend ebenerdig rund 100 Meter in den Felsen.
Der Stollen war auf Anordnung des damaligen Hütten und Bergbaudirektors Flick in den Jahren 1940 und 1941 von Bergleuten als Luftschutzbunker angelegt beziehungsweise aus dem Kalkstein gesprengt worden. Im Jahr 1959 hatte Direktor Flick erneut Bergleute beauftragt, den Luftschutzbunker bergbauüblich auszubauen. In den darauffolgenden Jahren hatte der Stollen als Wein und Lagerkeller gedient..
Im Jahr 1994 war der Stollen auf Initiative des damaligen Stadtheimatpflegers Karl Grünthaler und des damaligen ersten Vorsitzenden des Stiber Fähnleins Klaus Faltenbacher, unter Mithilfe zahlreicher Bergleute, die größtenteils ebenfalls dem Stiber Fähnlein angehört hatten, zu einem Schaustollen ausgebaut worden. Der ehemalige Luftschutzstollen hatte seitdem einen umfassenden Einblick in den Sulzbach Rosenberger Bergbau vermittelt, der am 31. März 1977 am Eichelberg sein Ende gefunden hatte.
Die von den Bergleuten gesammelten Einrichtungs und Ausstattungsgegenstände hatten viele eindrucksvolle Zeugnisse vom harten und entbehrungsreichen Beruf des Bergmanns hinterlassen.
Über viele Jahre bot der Bergbaustollen Max eindrucksvolle Einblicke in die regionale Bergbauvergangenheit. Seit 2020 ist der Stollen geschlossen, Führungen werden nicht mehr angeboten und ein Betreten ist untersagt. Damit ist erneut ein Stück gelebter Zeitgeschichte verloren gegangen.

Bilder von Peter Ostermann zur Verfügung gestellt
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